Zweite Fachtagung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben"

Pressemeldung vom 20.09.2001
Mitteilungen Universität Flensburg, Nr. 28, S. 14f

Zweite Fachtagung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben"

Am 30. und 31. Mai 2001 fand die zweite Fachtagung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" in Bielefeld statt. Das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds geförderte Programm umfasst mittlerweile 35 Projekte, die von der Universität Flensburg und der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet werden. Unter dem Motto "Berufsorientierung: Berufswahl - Ausbildung - Beschäftigung" trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter aller geförderten Projekte des Programms sowie Interessierte aus den Bereichen Schule, Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik und Wissenschaft, um sich zum Thema auszutauschen. Als ein dem Programmansatz angemessener Veranstaltungsort wurde das Tagungshaus des EXPO - Projektes "Junges Wohnen, Leben und Arbeiten - Dürkopp Tor 6" gewählt.
Die Tagung wurde durch Ministerialrat Klaus Luther vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Prof. Dr. Gerd-E. Famulla von der Universität Flensburg eröffnet. Die Leiterin des Referats für Berufsorientierung und berufliche Bildung bei der Bundsanstalt für Arbeit, Karen Schober, hielt einen Vortrag zum Thema "Berufsorientierung im Wandel - Vorbereitung auf eine veränderte Arbeitswelt". Ministerialrat Ulrich Thünken vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW referierte zum Thema "Brücken zwischen Schule und Wirtschaft - Perspektiven in NRW". Es folgte die Präsentation der drei nordrhein-westfälischen Projekte des Programms.
Alle Beteiligten Projekte des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" stellten sich und ihre Arbeit in acht Diskussionsforen vor und tauschten Erfahrungen anhand von Leitfragen zur Berufsorientierung aus.
Nach einleitenden Statements verschiedener Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Schule, Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik und Wissenschaft zum Thema "Berufsorientierung zwischen Bildung und Beschäftigung" wurden in einem abschließenden Plenum die Arbeitsergebnisse der Foren diskutiert.
Ein Fazit der Tagung laute: Die Berufsorientierenden müssen sich umorientieren! Deutlich wurde, dass sich die Vorstellungen von "Lebensberuf" und "Normalarbeitsverhältnis" nicht mehr aufrechterhalten lassen und dass die Berufsbildung nur eine erste Stufe in der Beschäftigungsbiographie darstellt. Selbstkompetenz und Lernkompetenz sind zu wichtigen Schlüsselqualifikationen im Prozess lebenslangen Lernens geworden. Berufsorientierung ist deshalb Teil einer bildungspolitischen Gesamtstrategie; Berufswahlkompetenz muss bereits während der Schulzeit erworben werden, endet aber keineswegs mit ihr, sondern ist vielmehr lebensbegleitend. Insofern ist das Programm "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" Teil einer Gesamtstrategie zur Verwirklichung lebenslangen Lernens.

  
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