Innovative Wege in den Beruf

Pressemeldung vom 16.07.2001
Bielefelder Universitätszeitung 207/2001, S. 28f

"Schule - Wirtschaft/Arbeitsleben" Berufsorientierung Jugendlicher.
Innovative Wege in den Beruf

(BUZ) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in Zusammenarbeit mit den Ländern und den Sozialpartnern und mit Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds neue Wege zur Stärkung der Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit von Jugendlichen.

Durch ein besseres Zusammenspiel von Schulen, weiterführenden Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Gewerkschaften und Kommunen soll der Übergang von der Schule in das Berufsleben verbessert werden. Gefördert werden Projekte, die für das jeweils federführende Land innovativ sind. Es gibt daher eine große Vielfalt an Kooperationspartnern und -formen, Zielgruppen und thematischen Schwerpunkten in den Projekten. Die Förderung dient der Erprobung und Vorbereitung der flächendeckenden Anwendung sowie dem überregionalen Erfahrungsaustausch. Der Bund fördert die Projekte aus berufsbildungspolitischem Interesse und mit dem Ziel, die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten für diese wichtige und schwierige Übergangsphase zu stärken.
Derzeit werden 23 Projekte in allen Ländern sowie mit den Sozialpartnern gefördert. Einige Projekte arbeiten in länderübergreifenden Verbünden zusammen, andere - wie das nordrhein-westfälische - in regionalen. Weitere 14 Projekte stehen in diesem Sommer vor der Bewilligung.
Das Programm "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" ist mit einer Mittelausstattung von zunächst jährlich ca. 6,5 Millionen Mark für den Zeitraum bis 2005 gestartet. Seit Beginn des Jahres 2001 ist das Programm schrittweise mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds aufgestockt worden, so dass ab 2003 eine Summe von jährlich ca. 12,5 Mio. Mark zur Verfügung stehen wird.
Um die Ergebnisse der Projekte und des Programms zu sichern, wurde eine wissenschaftliche Begleitung eingerichtet. Diese hat vor allem die Aufgabe, die Projekte in Bezug auf die Realisierung der Projekt- und Programmziele zu beraten und eine wissenschaftsgestützte Begutachtung durchzuführen.
Zusätzlich vernetzt die wissenschaftliche Begleitung die Projekte durch eine Internetplattform, sorgt für die Organisation und Dokumentation themenzentrierter Fachtagungen zum Programm und erarbeitet zusammen mit den Projekten veröffentlichungsfähige Berichte. Die wissenschaftliche Begleitung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben" erfolgt in Kooperation mit der Universität Flensburg und dem Zentrum für Lehrerbildung der Universität Bielefeld.
Professor Gerd Famulla von der Universität Flensburg, der die wissenschaftliche Begleitung des Programms leitet, hat Ende Mai nach Bielefeld zu einer Fachtagung "Berufsorientierung: Berufswahl, Ausbildung und Beschäftigung" Vertreter der Schulen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft eingeladen. Im Rahmen der Tagung präsentierten die beteiligten Projekte ihre Ideen für einen besseren Übergang von der Schule in den Beruf und stellen Maßnahmen zur Berufsorientierung vor. Verabredet wurde für November ein Workshop, der sich mit der Internetpräsentation befassen wird und der Frage nachgehen soll, welche Medienkompetenz Schüler haben müssen, die sich auf einen Beruf hin orientieren.
Weitere Informationen zum Programm: www.swa-programm.de.

Gerd E. Famulla (l.) Leiter der wissenschaftlichen Begleitung des Programms "Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben", hatte zu einer Tagung über die Berufsorientierung Jugendlicher in das Tagungshaus des EXPO-Projekts "Junges Wohnen, Leben und Arbeiten - Dürkopp Tor 6" eingeladen. Präsentiert worden sind auch die nordrhein-westfälischen Projekte zur Berufsorientierung, die in drei strukturverschiedenen Regionen - in Bielefeld, Duisburg und Recklinghausen - angesiedelt sind. Das Foto zeigt (weiter von links) Rektor Dieter Timmermann, Ulrich Thünken vom NRW-Schulministerium, Volker Möhle vom Bielefelder Zentrum für Lehrerbildung und Klaus Luther vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

  
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