Beratung und Evaluation - Das Konzept

Projektberatung
Projektevaluation
Programmevaluation

Die Vielfalt der Projektgegenstände innerhalb des SWA-Programms stellt nicht nur eine besondere Herausforderung bei der praktischen Realisierung der einzelnen Projekte dar. Sie ist auch eine spezifische Herausforderung für die zentrale wissenschaftliche Begleitung, wenn es um die Beratung und Evaluation der Maßnahmen geht.
Bei aller Gemeinsamkeit in der Verfolgung des Oberziels: Verbesserung des Übergangs von der Schule in Arbeit und Beruf sind die Projekte im Hinblick auf Ausgangsbedingungen, spezifische Projektziele, Gegenstände und Maßnahmen kaum vergleichbar. Die Verschiedenartigkeit der Projekte lässt trotz gemeinsamer Zielsetzung keine einheitlich messbaren oder untereinander vergleichbaren Ergebnisse erwarten. Um so bedeutsamer ist für die Evaluation der einzelnen Projekte eine möglichst hohe Transparenz ihrer Verläufe und Zwischenergebnisse. Die hierfür notwendige methodische Zerlegung der einzelnen Projekte in zeitlich und sachlich gegliederte Einzelschritte bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass bei der Evaluation in der Mitte oder am Ende der Laufzeit nicht nur eine zeitpunktbezogene Bewertung vorgenommen wird ("Outputevaluation"). Vielmehr werden die je spezifischen Zwischen- und Endresultate in engem Zusammenhang mit dem Projektprozess gesehen und evaluiert. Im Projektverlauf vorgenommene Modifikationen bei den Teilzielen und bei den Maßnahmen sowie im Zeitplan sind so besser nachvollziehbar.
Insgesamt verläuft der Evaluationsprozess des SWA-Programms in drei Schritten. Im ersten Schritt ("Projektberatung") werden die Projekte in Hinsicht auf plausible, passende, logische, realistische und erreichbare Projektziele hin beraten. Im zweiten Schritt ("Projektevaluation") werden die Projektprozesse und -ergebnisse evaluiert. Dazu müssen nachvollziehbare, glaubwürdige, zuverlässige und gültige Informationen als Interpretationsgrundlage vorliegen. Im dritten Schritt ("Programmevaluation") schließlich wird das gesamte Programm an Hand vorgegebener Programmziele bzw. -kriterien evaluiert.

Projektberatung

Die Projektberatung soll das Sich-Selbst-Verstehen der Projekte fördern und damit Anstöße zur Verwirklichung der Projektziele geben. Sie verhilft einerseits zur Selbstevaluation und bildet andererseits die Grundlage für die eigentliche Fremdevaluation der Projekte. Die zentrale wissenschaftliche Begleitung bietet ihre Hilfe bei der Wahl der Verfahren zur Informationsgewinnung an und klärt gemeinsam mit den Projektverantwortlichen die Frage, wie der Grad der Zielerreichung empirisch am besten belegt werden kann. Dabei wird sicher gestellt, dass die benötigten Informationen auch tatsächlich beschafft werden können. Im Idealfall finden sich geeignete Erhebungsverfahren, mit denen aufwändige (Primär-) Erhebungen umgehbar sind und dennoch überprüfbare Ergebnisse im Hinblick auf das Projektziel erreicht werden können. Die Informationsquellen müssen von den Projektverantwortlichen nachvollziehbar beschrieben werden. Beraten wird in Bezug auf das Bundesprogramm und dessen Ziele bzw. Evaluationskriterien. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Finden und Klären von Optimalzielen der Projekte - sowie deren Überprüfung auf Korrespondenz mit dem Bundesprogramm - durch die Projektverantwortlichen.

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Projektevaluation

Die Projektevaluation seitens der zentralen wissenschaftlichen Begleitung erfolgt auf Grundlage (1) eines von den Projektverantwortlichen angefertigten Prozess- und Ergebnisberichts, in denen die Phasen des Projektprozesses entlang eines "logischen Modells" rekapituliert werden, (2) eines ebenfalls von den Projektverantwortlichen ausgefüllten Fragebogens, der sich in erster Linie an den Programmkriterien orientiert und (3) eines mit den Projektverantwortlichen geführten Interviews, das vor allem auf offen gebliebene Punkte von (1) und (2) Bezug nimmt.

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Programmevaluation

Bei der Programmevaluation wertet die zentrale wissenschaftliche Begleitung in einer Art Querschnittsanalyse die Projekte entlang der Programmziele aus und dokumentiert den erreichten Stand der Programmarbeit in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Die Evaluationsergebnisse können als Grundlage für die Formulierung bildungspolitischer Handlungsempfehlungen dienen. Dazu werden Informationen bereitgestellt, die den Beteiligten und Betroffenen einen Überblick darüber verschaffen sollen, wie erfolgreich die Umsetzung der Programmziele und die Zusammenarbeit insgesamt verlief.

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